#ImPerfect – über innere Liebe, Nächstenliebe, groben Strick & Overknees

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Vor ziemlich genau 12 Monaten debatierte ich hier mit euch über das grundlegende Thema Selbstliebe, Selbstbewusstsein und die so ansprechende Kampagne #ImPerfect von Esprit. Doch ist diese Thematik wirklich derart vergänglich, um sie nicht nocheinmal in die Blogger-Leser-Tafelrunde zu werfen und zum schillernden Gedankenaustausch anzuregen? Keineswegs, meine Lieben!

Das morgendliche Badritual mit einem klitzekleinen Lächeln in den Spiegel beginnen, die täglichen Herausforderungen begrüßen, als meisterten sie sich von ganz allein und stets herzlich, selbstlos auf unsere Mitmenschen achten – das wäre doch ein Anfang! „Tue etwas Gutes – und etwas Gutes widerfährt dir!“ Klingt simpel, ist es auch! Gerade heute erachte ich es als wichtiger den je, bewusster nach links und rechts zu blicken und meine Hilfe anzubieten, wo sie auch dringend benötigt wird! Hier sind wir doch alle frei und ungebunden, denn Nächstenliebe kann auf so viele wertvolle Weisen erbracht werden. Ob ihr nur einer älteren Dame das schwere Einkaufstütchen abnehmt, eine Euromünze in die Mütze eines, dann mit Sicherheit erfreuten, Musikanten der Fußgängerzone schnipst oder einfach nur andersfarbigen Bürgern aufgrund dieser ollen Sprachbarriere Aufmerksamkeit schenkt. Eine gute Tat kann kleine Wunder bewirken – davon bin ich fest überzeugt!

Diese Einleitung bringt mich auf eine kleine, kürzlich erst geschehene Geschichte, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

*Tatort: eine Münchner Trambahn

*Mitwirkende: zwei weibliche Bahnangestellte, eine Flüchtlingsfamilie – ganz neu in München, mitreisende Passagiere und meine Wenigkeit

„Kurz nach dem Einstieg in besagte Tram zückten auch schon die ersten Fahrgäste nach Aufforderung zweier weiblicher Kontrolleure ihre gültigen Fahrscheine. Um mich herum platzierte sich eine kleine syrische Familie und die Tochter deutete der Mutter,  sie möge ebenso ihre Fahrkarte vorzeigen. Die Tochter sprach ein paar Brocken deutsch. Nichtsahnend hielt also die Mutter der zweiköpfigen Familie ihr Kärtchen hoch, wurde sie schon mehr als streng darauf hingewiesen, dass ihr Schein nicht gültig sei und sie SOFORT ihren Pass vorzeigen soll. Jetzt kam hier natürlich die große Sprachbarriere ins Spiel und die Vorstellung nahm eine unschöne Wendung! Die Mutter verstand einfach nicht, warum denn die Karte jetzt nicht gilt und versuchte nett zu gestikulieren, sie habe doch das Ticket vor etwa einer Minute erst gekauft (dem war wirklich so, es gab auch viele Augenzeugen). Sie hatte doch einfach nur vergessen, dieses auch zu stempeln. Passiert uns mit Sicherheit auch mal auf Reisen in einem neuen Land, einer neuen Bahn, einer neuen Kultur. Die beiden Bahnangestellen drohten nun schon mit der Polizei, so riefen doch fast alle Passagiere zu, sie sollen etwas Nachsicht walten lassen, sie habe doch schließlich eine Karte! Auch ich, die das Spektakel zuerst kritisch beobachtete, rief ein paar unschöne Sätze in Richtung der Kontrolleurdamen (alias kaltherzige, dumme Hühner), doch nichts zeigte Wirkung. Das Ausmaß an Frechheit sollte aber noch seinen Höhepunkt erreichen! Die in ihrer Hauptrolle aufgehenden Bahnbediensteten (alias Schreckschrauben) pöbelten nun gegen uns, das Fußvolk, mit Wortlauten wie „gleiches Recht für alle, soll die mal Deutsch lernen, selber schuld“ oder „wir sind hier in Deutschland, muss sie zurück gehen, wenn sie hier nicht zurecht kommt!“ Wohin zurück? Fragten wir anderen uns. Ach klar, in den Haufen aus Schutt und Asche auf syrischem Boden, wo doch sicher jeder wenn er nur tief genug gräbt, ein Körnchen Nahrung findet! Das Ende vom Lied war leider, dass dieser Familie, bzw. der kleinen Tochter ein Strafzettel ausgehändigt wurde und wir anderen zwar nicht als Sieger aus diesem Dilemma hervorgingen, aber dennoch versucht hatten, das richtige zu tun, eben etwas Nächstenliebe zu beweisen.“

*ENDE der Geschichte*

Was dies alles mit dem Slogan #ImPerfect, der erneut zum Leben erweckten Kampagne von Esprit zu tun hat? Nun ich persönlich finde eine ganze Menge. Wahre Freude und Schönheit kommt doch von innen heraus, ist es nicht so meine Lieben? Mit einem guten Gefühl im Bäuchlein, strahlt doch automatisch das ganze Gesicht, die eigene Wahrnehmung steigt, ja auch die Wertigkeit. Natürlich ist ganz klar niemand perfekt, dennoch sollten wir allesamt versuchen, die beste Variante von uns selbst nach außen zu projizieren. So kommen wir der Stimmung, #ImPerfect zu sein Tag für Tag ein Stückchen näher.

Wie ist eure Meinung allgemein zu diesem doch so präsenten Bereich? Ich würde zugern eure Worte dazu lesen!

Bis dahin au revoir,

eure Carmen

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